Schritt 3 - Die Illustrationen

Zu einem Kinderbuch gehören natürlich auch Illustrationen. Sie helfen den Kindern die in Worten erzählte Geschichte zu verstehen, schulen räumliches wie ästhetisches Vorstellungsvermögen und regen zum Zeigen, Nacherzählen und Träumen an. Wie viele Illustrationen ein Buch enthält, hängt vor allem von der Altersstufe der Kinder ab. Man unterscheidet danach Bilderbuch, Kinderbuch, erzählendes Kinderbuch und Jugendbuch, wobei der Bildanteil mit zunehmendem Alter immer geringer wird.

Autoren haben meist ganz bestimmte Bilder zu ihren Geschichten im Kopf, in den seltensten Fällen aber können sie so gut zeichnen wie sie schreiben und da kommen die Künstler ins Spiel. Sie bekommen die fertige Geschichte zusammen mit einem Briefing zur Art und Anzahl der Bilder, zum Format und ggf. bereits konkreten Ideen und dann geht es los. Für die Arved-Bilder nutzt Debby eine aufwendige, aber im Ergebnis zauberhafte Technik und beschreibt ihren Weg zum fertigen Bild so: 

Eine Idee haben. 

Beispielbilder sammeln.

Eine erste Zeichnung skizzieren. 

Mit einem sog. "Lichttisch"  eine saubere Version der Zeichnung erstellen. 

Mit Tinte die "final line art" ziehen. 

Die Zeichnung auf Aquarellpapier übertragen. 

Beide so entstandenen Bilder einscannen. Mithilfe einer Software die Bilder zusammenfügen und Änderungen vornehmen.  

Ich weiß noch genau, wie ich Debby auf einer Parkbank am Weißensee gefragt habe, ob sie meine Geschichte illustrieren wollte. Ganz aufgeregt überreichte ich ihr die Geschichte und meine Urlaubsfotos. Da hatte ich noch keine Vorstellung, wie langwierig die Gestaltung eines Kinderbuchs in diesem Umfang ist :-) Denn selbst wenn man eine fertige Geschichte und alle Illustrationen hat, ist man noch lange nicht fertig...

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